Die Geschichte des Landgrafen Karl

Als typischer Barockfürst regierte Landgraf Karl das Fürstentum Hessen-Kassel von 1670 - 1730. Er war Zeitgenosse der großen Musiker Bach und Daniel Pöppelmann. Er machte für Hessen-Kassel Politik zur Zeit von August dem Starken von Sachsen, Friedrich Wilhelm I. von Preußen, dem Großen Kurfürst, bis zu dessen Enkel Friedrich Wilhelm II., dem Soldatenkönig, Zar Peter dem Großen - und nicht zuletzt Ludwig XIV. von Frankreich. Ähnlich wie seine Mitstreiter auf den Fürstenthronen setzte er auf eine Macht symbolisierende zentrale Residenz, ein starkes stehendes Heer, ein gut geschultes Beamtentum und ein staatlich gelenktes merkantilistisches Wirtschaftssystem.
In Kassel hat er zahlreiche Spuren hinterlassen. An ihn erinnern heute noch die großartig angelegte Karlsaue, das Hugenottenviertel mir Karlsplatz, Oberer und Unterer Karlsstraße, die Landgraf-Karl-Straße und nicht zuletzt Ihre Landgraf-Karl-Apotheke. In der Region zeugen die Hugenottengründungen Bad Karlshafen, das den politisch und wirtschaftlich wichtigen Zugang zum Meer sichern sollte, und Carlsdorf von seinem Wirken. Sein größtes Denkmal in Kassel trägt nicht seinen Namen: die Wilhelmshöhe. Der Grund ist folgender. Nach 1700 begann Karl damit, den gesamten östlichen Abhang des Habichtwaldes nach italienischen Vorbildern zu gestalten. Er konnte das Riesenwerk, das das gesamte Kasseler Becken dominieren sollte, nicht vollenden. Zu seiner Lebenszeit entstand "nur" das obere Drittel mit Oktogon und Herkules. So kam es, dass Karls Urenkel Wilhelm IX., der spätere Kurfürst Wilhelm I., mit dem Ausbau des Karlsberges unserem Stadtteil zu seinem Namen verhalf.
Als großzügiger Barockfürst wird Karl das verschmerzt haben.

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